(AN) Sie ist die Macherin – Martha von Bethanien, Schwester von Maria und Lazarus, kümmert sich. In der katholischen Kirche Fürsprecherin der Kellnerinnen und Kellner und wer die eine der beiden biblischen Begebenheiten mit ihr kennt – wenig überraschend – Schutzheilige der Hausfrauen. Einen Gedenktag hat sie aber auch in der evangelischen Kirche, den 29. Juli nämlich. Nicht als Heilige verehrt, aber eben doch als eine, die mit ihrem Leben und Weben vorbildlich sein kann für die eigene Erdenzeit.
Im Lukas- und auch im Johannesevangelium taucht sie auf; das sind die einzigen Quellen für ihre Biographie. Natürlich gibt es auch noch Legenden, jede Menge. Die meinen, dass sie im Jahr 48 nach Frankreich zieht, dort gründet sie ein Kloster und führt ein asketisches Leben – ach ja und schließlich kämpft sie dann auch noch mit einem menschenfressenden Drachen.
Fernab solcher phantasievollen Bilder wird sie in den beiden Evangelien ganz unterschiedlich gezeichnet – einmal zurückhaltende Gastgeberin, das andere Mal als durchaus kritisches Gegenüber des Gottessohns.
