Kreissynode macht deutlich: Die Ev.-luth. Kirche im Ammerland ist vielfältig und hilfreich für die Menschen da

(BO). Dass und wie vielfältig und hilfreich die Ev.-luth. Kirche im Ammerland für die Menschen da ist, konnten die gut 50 Delegierten des Ammerländer Kirchenparlaments, das am Freitagabend in Ev. Haus in Westerstede unter der Leitung von Kreispfarrer Lars Dede zu seiner 7. Tagung zusammenkam, auf lebendige Weise erfahren.

Im Verlauf der Tagung stellten Mitarbeitende der verschiedenen Arbeitsfelder, die auf der Ebene des Kirchenkreises aktiv sind, in einer Reihe von Workshops ihre Tätigkeiten vor.

„Ich bin außerordentlich dankbar für die Arbeit, die auf Kreisebene durch unsere fachkundigen und engagierten haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden geleistet wird. Diese unterstützen und bereichern die segensreiche Basisarbeit, die in den Gemeinden vor Ort stattfindet“ verortet Kreispfarrer Dede diese Arbeitsfelder.

Insbesondere das hochprofessionelle und breitgefächerte Angebot der Diakonie im Ammerland beeindruckte die Synodalen: „Es war ein Eintauchen in eine Welt, die ich mir vorher gar nicht vorstellen konnte!“, dankte ein Synodaler nach dem Workshop der Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes Ammerland, Katharina Kroll, die mit ihren Kolleginnen von der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung ihre Arbeit vorgestellt hatte. 

Dazu zählt u.a. die niedrigschwellig angesetzte allgemeine Sozialberatung. Hier stehen die Mitarbeitenden der Diakonie allen hilfe- und orientierungssuchenden Menschen für ein klärendes und vermittelndes Gespräch zur Verfügung. Pro Jahr finden ca. 500-700 solche Beratungen statt.

Die Erwerbslosenberatung der Diakonie unterstützt u.a. beim korrekten Ausfüllen der sehr umfangreichen Anträge für staatliche Hilfen. So umfasst der Antrag auf Erwerbsminderungsrente 64 Seiten.

Die Diakonie im Ammerland unterhält auch eine Kur- und Migrationsberatung.

Die Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung führte im letzten Jahr 420 Beratungen durch. Dazu kommt eine um ein vielfaches höhere Anzahl an kurzen Informationsgesprächen. Insgesamt konnten 72.000 Euro an Fördergeldern vermittelt werden.

Neben den hauptamtlichen Mitarbeitenden sind sehr viele Menschen aus den Gemeinden des Ammerlandes ehrenamtlich im Rahmen der Diakonie tätig: Ob bei der Kleiderkammer, den Angeboten für Seniorinnen und Senioren oder auch im Arbeitskreis Asyl.

Die Fachstelle Sucht betreute mit ihren sieben Mitarbeitenden im Jahre 2020 gut 400 Klienten. Ca. ¾ von ihnen suchten wegen einer Alkoholproblematik um Hilfe nach. „Suchberatung ist Beziehungsarbeit“, beschreibt Hauke Holm, der Leiter der Fachstelle, die hier geleistete Arbeit, die von Menschen jeden Alters aus allen Gruppen und Schichten der Gesellschaft in Anspruch genommen werde.

Die Ambulante Wohnungslosenhilfe, so ihr Leiter Lars Ruge, unterhält im Ammerland eine Reihe von Wohnungen für Menschen, die ein Dach über den Kopf benötigen. Die Mitarbeitenden betreuen eine Anzahl von Menschen in festen und langfristigen Betreuungen, ungefähr doppelt so viele Personen nehmen ein sog. „Basisangebot“ in Anspruch. 

Neben den Workshops der Diakonie informierten auch die weiteren Arbeitsbereiche der Ev.-luth. Kirche im Ammerland die Delegierten aus den zehn Gemeinden des Kirchenkreises: 

Heike Pieper und Thomas Grundmann stellten die Arbeit im KiTa-Bereich vor: Im Kirchenkreis gibt es 25 KiTas in kirchlicher Trägerschaft, in denen gut 2000 Kinder von mehr als 250 pädagogischen Mitarbeitenden betreut werden.

Der Kreisjugenddienst präsentierte die vielen verschiedenen Einsatzbereiche und Arbeitsfelder, die die Kreisjugenddiakon*innen abdecken.

Kantorin Mareike Weuda informierte über das vielfältige kirchenmusikalische Angebot im Ammerland, das nun wieder durchstartet.

Auch über die Angebote des Ev. Bildungswerkes wurde informiert: Zurzeit werden etwa 300 Kurse in den Gemeinden und dem Bildungswerk selbst angeboten. Neben allgemeiner Bildung im kreativen, gesundheitlichen oder gesellschaftspolitischem Bereich, gibt es werte- und normenorientierte Angebote, genauso wie berufliche Fortbildungen im Pflegerischen Bereich und für Kita-Fachkräfte.

Auch die Notfallseelsorge und der Ambulante Hospizdienst, dessen gut 80 ehrenamtlich Mitarbeitenden im Durchschnitt 70 Personen pro Jahr auf ihrem letzten Lebensabschnitt begleiten, informierten über ihre Arbeit.

„Unsere Kirche ist für die Menschen da: Zugewandt, kompetent und hilfreich.“, fasst Kreispfarrer Lars Dede das Ergebnis der Workshops zusammen. „Es ist nicht nur beeindruckend, mit welcher Einsatzfreude die Mitarbeitenden in den verschiedenen Arbeitsfeldern ihren Dienst tun, sondern auch, wie viele Menschen sich ehrenamtlich in den Gemeinden und in den Werken und Einrichtungen des Kirchenkreises und in befreundeten Diensten für die Menschen in ihren Nachbarschaften einbringen! Dafür bin ich allen von Herzen dankbar.“

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