Keine Präsenz-Gottesdienste in der Heiligen Nacht

Ev.-luth. Kirchengemeinden Friedrichsfehn-Petersfehn und Edewecht reagieren verantwortungsvoll auf hohe Infektionszahlen in der Kommune Edewecht

Die Gemeindekirchenräte der Ev.-luth. Kirchengemeinden Edewecht und Friedrichsfehn-Petersfehn haben am Montag per Umlauf beschlossen, aufgrund der anhaltend sehr hohen Infektionszahlen in der Kommune Edewecht die Gottesdienste an Heiligabend und den Christtagen auszusetzen.

Über das Verfahren über den Jahreswechsel und den 3. Januar wird Friedrichsfehn-Petersfehn in der kommenden Woche beraten. In Edewecht wurde weitergehend beschlossen, sich während des aktuellen Lockdowns so zu verhalten wie schon während des Herunterfahrens des öffentlichen Lebens im Frühjahr, also bis zum Ende des jetzigen Lockdowns nicht zu Gottesdiensten einzuladen.

„Angesichts der sehr hohen Infektionszahlen in Edewecht sah sich der Gemeindekirchenrat gezwungen, diesen bitteren Beschluss zu fassen,“ begründet Edewechts geschäftsführender Pfarrer Achim Neubauer die eindeutige Entscheidung des Gremiums. Ein abgestimmtes Hygienekonzept und ausgefeilte Regelungen zum Zugang zu großzügigen Versammlungsräumen waren ausgearbeitet worden; die Vorbereitungen allerdings durch stetig ansteigende Inzidenzzahlen zunichte gemacht.

„Wir bedauern diese Entscheidung. Aber trotz guter Konzepte reagieren wir mit der Absage auf die hohen Fallzahlen“, so der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates der Kirchengemeinde Friedrichsfehn/Petersfehn, Pastor Karsten Peuster.

Es gehe darum, flexibel und verantwortlich auf die jeweils vor Ort herrschende Corona-Lage zu reagieren. Die Edewechter Zahlen hätten die Gemeindekirchenräte zu ihrer Entscheidung veranlasst, begründen Peuster und Neubauer die Entscheidungen ihrer Gremien. Beide Gemeindekirchenräte bedauern, diesen Schritt gehen zu müssen.

Die Kirchengemeinde Edewecht dankt allen Menschen in den Bauerschaften, die sich vor Ort für die Feier der Weihnachtsgottesdienste engagiert haben.

Für die Feier einer Andacht daheim haben beide Gemeinden in ihren Gemeindebriefen Anregungen abgedruckt. In Edewecht wurde eine Sonderausgabe von „Kark&Lüe“ herausgegeben, die eine „Do-it-yourself“-Andacht enthält. Der Brief kann hier "Kark & Lüe" - Weihnachten 2020 heruntergeladen werden. Für die Kirchengemeinde Friedrichsfehn/Petersfehn verweist Pastorin Daniela Ludewig-Göckler auf die Homepage der Kirchengemeinde (www.kirche-friedrichsfehn-petersfehn.de). Hier findet sich am 24.12. sowohl ein musikalisches Krippenspiel als auch ein Weihnachtsgruß der Gemeinde.

Darüber hinaus finden sich auch auf den YouTube-Kanälen der Kirchengemeinden, des Kirchenkreises und der Landeskirche gottesdienstliche Angebote für die Heilige Nacht.

Kreispfarrer Lars Dede führt dazu aus: „Ich habe großen Respekt vor der Entscheidung der Kirchengemeinden Edewecht und Friedrichsfehn-Petersfehn, die Präsenzgottesdienste an Weihnachten in diesem Jahr ausfallen zu lassen. Vor dem Hintergrund der hohen Infektionszahlen in der Gemeinde Edewecht kann ich sie sehr gut nachvollziehen.“ Die Kirchengemeinden des Kirchenkreises, so Dede, haben seit Beginn der Pandemie dem Gesundheitsschutz oberste Priorität zugemessen. Die Bedingungen der Corona-Verordnungen seien seit Ausbruch der Pandemie konstitutiver Bestandteil aller Planungen und so auch der Planungen der Weihnachtsgottesdienste. Der aktuellen Lage entsprechend würden die Planungen von den Gemeindekirchenräten der  Kirchengemeinden fortlaufend der jeweiligen Situation vor Ort angepasst.

In Edewecht und Friedrichsfehn-Petersfehn habe dies nun zur Absage der Gottesdienste geführt. In den anderen Kirchengemeinden des Kirchenkreises gäbe es dagegen weiter vielfältige gottesdienstliche Angebote auch in Form von Präsenzgottesdiensten, da hier die aktuelle Lage eine andere sei.

„Es ist wichtig, den Menschen die Möglichkeit zu eröffnen, das Wunder der Weihnacht zu erleben, Gottesdienst zu feiern, die eigenen Sorgen vor Gott zu bringen und füreinander zu beten. Das ist im Gottesdienst in der Kirche, aber auch im Gottesdienst zu Hause möglich. Für beides gibt es weiterhin vielfältige Angebote“ so Dede.

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